Rosie Swale Pope

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© Alastair Heap

Mit 57 Jahren - allein - einmal um die ganze Welt laufen und damit anderen Menschen helfen

Baron von Münchhausen würde vor Neid erblassen, wenn er hören würde, was die Britin Rosie Swale Pope alles über ihren ganz besonderen Lauf erzählt. Der feine Unterschied: Ihre Geschichten sind wahr, seine erfunden.

Ein tragisches Ereignis war der Antrieb zu dieser verrückten Idee. Ihr Mann starb an Krebs. Sie beschloss, um Geld für die Krebsfrüherkennung zu fördern, die Erde mit Laufschuhen zu umrunden.  Unterstützen wollte sie ferner ein  Waisenhaus in Russland und weitere karitative Organisationen. 

Rosie Swale Pope wählte für die Strecke nicht den einfachsten Weg. Im Gegenteil! Nach der relativ ungefährlichen und „einfachen“ Tour durch verschiedene Staaten Europas folgte der Lauf quer durch ganz Sibirien.

Es sind Gegenden, die durch die Bücher von Alexander Solschenizyn («Archipel Gulag»), über die stalinistischen Schreckenslager, bekannt wurden. Die  Wärme der Menschen Sibiriens, oft Nachfahren von ehemaligen Häftlingen, helfen ihr die Strapazen leichter zu ertragen.

Noch weit härter wurde für Rosie Swale Pope  der Weg durch Alaska. Hier musste sie bis minus 62° Kälte überstehen.

Nach fünf Jahren, 29 Heiratsanträgen, 20'000 Meilen und 53 Paar durchlaufenen Schuhen kehrte die Hoffnungsträgerin Rosie Swale Pope  von ihrer Weltumrundung in ihre Heimat zurück.

Leider ist ihre faszinierende Biografie "Mein längster Lauf" in deutsch nur noch als E-Book erhältlich. In Englisch bekommt man sie  im Buchhandel unter dem Titel "Just a Little Run Around the World: 5 Years, 3 Packs of Wolves and 53 Pairs of Shoes". Auf YouTube "Rosie Swale Pope" gibt es beeindruckende Bilder über ihre Weltumrundung zu Fuss. 

Autor: Urs Trüb Quelle: Buch der Autorin „Mein längster Lauf Pressetext Verlag Eden Books